2011 - Südafrika, Botswana
Erstellt unter Reisen in Afrika von Tilo FischerTeilnehmer:
- Andrea
- Tilo
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Reisezeit:
- 29.11. - 15.12.2011
Veranstalter:
- wir selbst, Eldad, Gideon
Auszeit von der Auszeit
Nach 20 Wochen Studium und eingeschränkter Privatsphäre suchen wir die Ruhe und Weite der Natur, möglichst wenige Touristen und entspannte Gespräche mit unseren südafrikanischen Freunden.
Reiseablauf im Detail:
29.11.2011 - Sun City, Predator World, nach Kuruman, Die Oog
30.11.2011 - Tshabong, Berry Bush Lodge and Campsite
01. - 04.12.2011 - Mabuasehube G. R., Mpaathutlwa Pan, KTMPA02
05. - 08.12.2011 - Mabuasehube G. R., Mabuasehube Pan, KTMAB04
09.12.2011, on the road, Komtiekie Ondernemings
10. - 14.12.2011 - Johannesburg, Nice by Nature
15. - 16.12.2011 - Johannesburg - Frankfurt/M. - Leipzig
Interessantes zur Reise:
An- und Abreise
Bevor es losgehen kann steht natürlich das Mühsal der Übernachtungsbuchung für den Park. Für Mabuasehube ist das Parks and Reserves Reservations Office in Gaborone (email: dwnp@gov.bw) zuständig. Unbedingt im Voraus erledigen!
Es gibt auch in Tshabong (in der Nähe der Tankstelle) ein lokales Office. Dort sind Buchungen möglich, aber ich würde es nicht darauf ankommen lassen. Unsere Übernachtungen und Eintritte wurden dort veranlasst, allerdings von einer lokalen Kontaktfrau. Jill Thomas von „Berry Bush Lodge and Campsite” war so freundlich. Vielleicht auch, weil wir dort gecampt haben und sie unsere südafrikanischen Freunde kennt.
Wir sind die südliche Route über Tshabong nach Mabuasehube gefahren. Die Straße ab Tshabong ist mit geländetauglichen Fahrzeugen gut befahrbar. Bodenfreiheit ist wichtiger als Allradantrieb. Unbedingt in Tshabong volltanken, übernachten und früh am nächsten Tag losfahren. Die ca. 120 km bis zum Parkeingang können in der Hitze eine echte Qual für Mensch und Material sein und im „kalten” Sand fährt es sich besser.
Es gibt vier weitere Routen nach Mabuasehube. Westlich durch den Kgalagadi Transfrontier Park (vorher buchen, nur mit mindestens zwei Allradfahrzeugen befahrbar), zwei östliche über den Grenzübergang Makopong (wir haben eine ausprobiert und nach 10 km gewendet, weil zu schmal und zu langsam zu befahren) und eine nördliche über Tshane.
Mabuasehube Game Reserve
Wenn man den Parkeingang erreicht hat, erfährt man spätestens jetzt, dass es hier absolut nichts zu kaufen gibt.
Also, wirklich alles mitnehmen und am Besten in Südafrika einkaufen. Dazu gehören auch Feuerholz und Wasser.
Holzsammeln ist verboten, Wasser gibt es nur in einigen der Campsites und auch darauf sollte man sich nicht verlassen. Wer „alles” dabei hat, kann die Zeit genießen. Sinnvoll ist es in jedem Fall, in der Regenzeit eine große Plane zum Schutz vor Wind und Regen dabeizuhaben und an den auf allen Campsites vorhandenen A-Frames zu befestigen.
Die Campsites sind traumhaft gelegen und mit einer aktuellen Garmin-Karte sind Gamedrives kein Problem. Die Kartenkopie, welche man am Eingang bekommt ist nahezu unleserlich und nur zur Orientierung geeignet.
Während unseres Aufenthalts war ein großer Teil des Parks durch Buschfeuer abgebrannt und die meisten Tiere migrierten glücklicherweise in die Richtung unseres zweiten Camps.
Ansonsten fühlt man sich echt allein, da der Park nicht an einer der Haupttouristenstrecken liegt, die Anfahrt nicht ganz einfach ist, die Besucherzahl limitiert ist und auch sonst noch nicht so viele Leute von diesem Platz gehört haben.
Natur und Landschaft
Die Landschaft ist typisch Kalahari. Roter Sand, weite Pfannen, Gras, Büsche und einzelne Bäume. Die (Raub-) Tiere sind erstaunlicherweise nicht scheu. Von den berühmten Kalaharilöwen haben wir nichts gesehen und gehört.
Dafür sind die Leoparden erstaunlich entspannt und an zwei Abenden kam jeweils ein Männchen lautlos bis auf drei Meter an unser Camp. Wir saßen jeweils im Lampenschein unter dem A-Frame, spielten Karten oder diskutierten über irgendwas.
Die Hyänen inspizieren wie üblich nachts oder in der Dämmerung das Camp.
Gefreut haben wir uns über die Geparde, unsere ersten Löffelhunde und die allgegenwärtigen Erdhörnchen.
Ansonsten waren die üblichen Verdächtigen (diverse Antilopenarten, Schakale, etc.) zu sichten, allerdings nicht in großer Anzahl.
Von der Literaturmeinung, dass der Steenbok (Raphicerus campestris) zu 85% solitär lebt, haben die dortigen Steenboks nicht viel gehört. Wir sahen in etwa gleich viel Pärchen, als auch einzeln lebende Tiere.
Zurück nach und in Johannesburg
Auf unserer Rückfahrt haben wir an der N14 in der Nähe von Vryburg die Komtiekie Ondernemings als Übernachtung gefunden. Hinter der Shell-Tankstelle bietet der lokale Kartoffelfarmer einen sehr gepflegten Campingplatz und modern renovierte Chalets zur Übernachtung an. Das angeschlossene Restaurant bietet hervorragende Fleischkost in „the middle of nowhere”.
Unsere letzten Tage verbrachten wir im Nordwesten von Johannesburg im Guesthouse „Nice by Nature”.
Die liebevolle Anlage und die zuvorkommenden Eigentümer sind eine echte Empfehlung. Wir nutzten die Gelegenheit zu einigen Ausflügen in das Apartheidmuseum, nach Marupeng (Wiege der Menschheit) und trafen unsere Freunde Isabelle und Lourens noch einmal. Sie haben die stat-it-with-menzo-cards entwickelt, welche Kindern und Erwachsenen helfen sollen, spielerisch mehr über die Tierwelt Afrikas zu lernen.
Wir wünschen beiden viel Glück und vielleicht können wir helfen den Vertrieb in Deutschland etwas anzukurbeln.